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Icaridin gegen Zecken, Mücken, etc. | Insektenabwehr

Icaridin ist ein Repellent – ein Mittel, das Insekten und Spinnentiere vertreibt.

Dabei wird ihm eine ähnliche Wirksamkeit nachgesagt wie DEET – bei deutlich geringeren gesundheitliche Risiken.

In gängigen Insektensprays kommt es häufig vor, zum Beispiel in Produkten von Autan oder Anti-Brumm.

Icridin künstliche Herstellung
Icaridin wird künstlich hergestellt.

Wirkstoff & Wirkungsweise

Icaridin beugt Insektenstichen vor und schützt auch gegen Zecken.

Die Wirkungsweise von Icaridin ist wie bei DEET bisher nicht eindeutig geklärt.

Entweder sein Geruch von wirkt direkt abweisend oder er überdeckt die Düfte des Körpers, die die Blutsauger anziehen.

Die Wirkung gegen Mücken und den Gemeinen Holzbock – eine Zeckenart – ist wissenschaftlich bestätigt.

Der Stoff wirkt sofort nach der Anwendung abweisend.

Icaridin hat zudem ein breites Wirkspektrum und wehrt zuverlässig die meisten Schädlinge ab.

Wie bei allen bekannten Repellents gilt jedoch auch hier: Ausnahmen bestätigen die Regel.

Also einen 100%iger Schutz gibt es nicht. Icaridin kommt dem jedoch ziemlich nahe.

Doch auch die Umgebung hat einen Einfluss auf Wirkkraft und Wirkdauer.

Wirkdauer Icaridin
Die Angaben zu Wirkdauer schwanken.

Wirkdauer: Wovon hängt sie ab?

Die exakte Wirkdauer ist abhängig von Faktoren, wie zum Beispiel Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Wind oder auch die Blutgruppe des Anwenders.

Die Wirkkraft verringert sich bei hoher Luftfeuchtigkeit und auch dann, wenn man viel schwitzt.

Allgemeine Angaben sind:

  • Zecken: 4 Stunden
  • Mücken: 8 Stunden.

Auch die Konzentration in der Lösung und die Art des Schädlings spielt natürlich eine Rolle.

Wie lange haltbar?

Ungeöffnete Packungen sind bis zu drei Jahre haltbar, wenn sie vor Sonne geschützt bei 15-25 Grad gelagert wurden.

Bei Temperaturen über 30 Grad verringert sich die Haltbarkeit schnell und stark, was in manchen Regionen ein Problem ist.

Alte Packungen aus dem Vorjahr bieten in vielen Fällen deutlich weniger Schutz als frische.

Icaridin gegen Mücken
Icaridin kann zu Hautirritationen führen.

Nebenwirkungen: Ist Icaridin giftig?

Generell ist Icaridin gut verträglich und als nicht gefährlich eingestuft.

Im Gegensatz zu DEET kommt es nicht zu gravierenden Nebenwirkungen.

Doch auch wenn Icaridin als nicht gesundheitsschädlich gilt, können Nebenwirkungen vorkommen.

Zum Beispiel bei empfindlicher Haut kommt es in seltenen Fällen zu Hautreizungen und allergischen Reaktionen, z.B.:

  • Juckreiz
  • Rötung
  • Schuppung

Daher sollte man auch hier vor der ersten Anwendung einen Verträglichkeitstest – zum Beispiel am Unterschenkel – durchführen.

Der Stoff reizt zudem die Augen und Schleimhäute.

Um unangenehme Reizungen zu verhindern, sollte man im Gesicht und bei verletzter Haut auf Icaridin verzichten.

Für Wasserorganismen ist Icaridin giftig – wie die meisten Mittel gegen Insekten.

Doch verglichen mit anderen Wirkstoffen ist es weniger schädlich für Fische, Algen und andere Wasserlebewesen.

Vermutet man Nebenwirkungen, sollte man eine Ärztin oder einen Arzt hinzuziehen.

Kleidung
Anders als DEET schadet Icaridin der Kleidung nicht.

Anwendung: Was ist zu beachten?

Icaridin verwendet man direkt auf der Haut und der Kleidung, bevor man einen Schutz benötigt.

Es wird auf offen liegende Hautstellen gesprüht und auch auf dünne Kleidungsstücke.

Gegen Zecken besprüht man insbesondere die Schuhe, Hosen und den Unterkörper.

Da die Wirkung gegen Zecken relativ rasch nachlässt, muss man in regelmäßigen Abständen wieder anwenden.

Dennoch sollte man vermeiden, zu viel aufzutragen, um Hautreizungen zu verhindern.

Wenn man den Schutz gegen Zecken und Mücken nicht mehr benötigt, wäscht man die Lösung sobald wie möglich von Haut und Kleidung ab.

Zecke Icaridin gegen Insekten Spinnentiere
Zecken lassen sich gut für einige Stunden abwehren.

Allgemeine Hinweise, Tipps & Empfehlungen

Wie bei den meisten anderen Insektensprays, sollte man den Kontakt mit Mund, Nase und Augen vermeiden.

Daher sollte man weder essen, trinken noch rauchen, während man das Spray benutzt.

Um Einatmen zu verhindern, sprüht man am besten im Freien und nicht gegen den Wind.

Nach der Anwendung wäscht man die Hände gründlich mit Wasser und Seife.

Da der Stoff nur schwer in Wasser löslich ist, reicht Wasser allein zum Abwaschen nicht aus.

Vor der Anwendung gründlich die Hinweise auf der Packung die Beilage lesen.

Kidner Icaridin gegen Zecken
Kinder brauchen einen besonderen Schutz.

Icaridin für Kinder & Babys unbedenklich?

Anders als bei DEET gibt es für Icaridin keine Altersbeschränkungen.

Dennoch sollte man es nicht bei Babys verwenden, die weniger als acht Wochen alt sind.

Auch hier gilt, vorher einen (Un-)Verträglichkeitstest durchführen, zum Beispiel an einer Stelle am Bein.

Bei Kindern gilt noch viel mehr als bei Erwachsenen: Niemals ins Gesicht sprühen!

Kleinkinder dürfen Icaridin deshalb auch nicht auf die Handflächen bekommen, da sie mit ihren Händen schnell die Augen und den Mund berühren.

Um Reizungen zu vermeiden, gegebenenfalls gründlich mit Seife abwaschen.

Icaridin sollte unbedingt für Kinder unzugänglich gelagert werden.

Schwangerschaft Icaridin
Während der Schwangerschaft besser kein Icaridin anwenden.

Icaridin in der Schwangerschaft?

Während der Schwangerschaft und der Stillzeit, sollte man Icaridin besser nicht verwenden.

Es liegen bisher noch keine Berichte über Gesundheitsgefahren oder Giftigkeit für Embryos und Neugeborene vor.

Doch aufgrund fehlender Analysen und Erfahrungen sollte man besser kein Risiko eingehen.

Icaridin für Hunde und Pferde?

Für Haus- und Nutztiere gelten die gleichen Hinweise wie auch für Menschen.

Es gibt spezielle Sprays, die extra zur Anwendung bei Hund, Katze, Pferd und ähnlichen Tieren verkauft werden.

Für Hunde und Katzen findet es sich vor allem in Sprays zur Vorbeugung gegen Zecken- und Flohbefall.

Bei Pferden wird es nicht nur gegen Zecken und Flöhe, sondern auch zur Abwehr von Fliegen und Bremsen eingesetzt.

Mosquito Malaria Gefahr
Bei Malariagefahr allein auf Icaridin zu vertrauen, wäre fahrlässig.

Icaridin in den Tropen bei Malaria?

Icaridin bietet keinen 100%igen Schutz gegen Mücken und Zecken.

Fürchtet man die Übertragung tödlicher Krankheiten – wie Malaria – sollte man sich zusätzlich schützen!

Daher empfehlen Ärzte, in den Tropen auf DEET zurückzugreifen, das als etwas sicherer gilt.

Wer DEET nicht verwenden möchte, kann Icaridin auch mit verschiedene andere Wirkstoffe verwenden.

Vorher sollte der Rat einer Ärztin oder eines Arztes einholen, die sich mit diesem Problemfeld genau auskennen.

Oft wird empfohlen, sich vor Ort zu informieren und die dort üblichen Produkte zu verwenden.

Bei Nebenwirkungen zum Arzt gehen.

Erste Hilfe Maßnahmen

Treten Nebenwirkungen wie starke Hautreizungen auf, gilt es den Wirkstoff möglichst schnell abzuwaschen und ärztlichen Rat einzuholen.

Ist Icaridin in die Augen gelangt, wäscht man sie gründlich mit Wasser aus.

Bei Unwohlsein nach der Anwendung:

→ Ärztlichen Rat in Anspruch nehmen und Beipackzettel vorzeigen.

Video: Mücken und Zeckenabwehr im Test

Vergleich: Icaridin oder DEET?

Icaridin und DEET wirken ähnlich stark – abhängig von Dosis und Konzentration.

Auch in der Wirkdauer unterscheiden sie sich fast nicht.

Doch DEET wird in Risikogebieten empfohlen, da es in hohen Dosen etwas besser abschneiden soll.

Allerdings sind Nebenwirkungen auch häufiger und gefährlicher als von Icaridin.

Die Anwendung von DEET kann zu Krämpfen, Hirnschädigungen und sogar zum Tod führen.

Auch schwere Hautreizungen treten viel häufiger auf als bei Icaridin.

Erste Hilfe Icaridin
DEET ist wirksamer aber auch gefährlicher als Icaridin.

Kleine Kinder unter drei Jahren, Schwangere und stillende Mütter sollten deshalb DEET nie verwenden.

Bei Icaridin gibt es bisher noch keine Erkenntnisse, darüber ob es Embryos oder Säuglingen schadet.

Daher sollten Mütter auch hier auf andere Mittel ausweichen.

DEET schädigt Textilien, Kunststoffe und Leder. Bei Icaridin kommt das nur sehr selten vor.

Kinder ab drei Monaten können Icaridin-Lösungen bis 20% hingegen verwenden.

Da beide Mittel nicht ungefährlich sind, sollte man sich vor der Anwendung mit einer Ärztin oder einem Arzt beraten.

Vielleicht gibt es auch Mittel, die noch besser verträglich sind.

Wer nicht die Tropen besucht und Krankheiten wie Malaria fürchten muss, ist mit sanfteren Mitteln in vielen Fällen besser bedient.

Nachteile Mittel gegen ZeckenNachteile

Auch wenn Icaridin kaum gesundheitsschädlich ist, so treten ab und zu Hautreizungen auf.

Außerdem darf der Stoff nicht in die Augen, Mund oder Nase gelangen, was bei Kindern manchmal schwierig zu verhindern ist.

Schwangere und Stillende müssen auf eine Alternative ausweichen.

Auch für Babys unter acht Wochen ist Icaridin ungeeignet.

Der Schutz hängt zum Teil auch von der Umgebung ab und kann nicht zu 100% sichergestellt werden.

Auch Icaridin ist für Wasserorganismen giftig.

Vorteile dieses Mittels im Kampf gegen ZeckenVorteile

In Deutschland ist Icaridin gegen Zecken und Mücken ein erprobtes und wirksames Mittel.

Der Geruch ist nicht aufdringlich und wird als angenehm empfunden.

Da das Mittel Insekten und Spinnentiere nicht tötet, sondern nur vertreibt, entstehen keine Resistenzen.

Normalerweise verträgt die Haut Sprays und Lotionen gut – in jedem Fall deutlich besser als DEET.

Nur selten kommt es zu Hautreizungen.

Der Stoff ist biologisch abbaubar, gut geprüft und als nicht gefährlich eingestuft.

FazitFazit

In Europa ist Icaridin ein wirksames Mittel, um Mücken, Zecken und Co. zu verschrecken.

Es gibt extra Produkte, mit denen Eltern ihre Kinder schützen können.

Auch für Hunde- und Katzenliebhaber ist Icaridin eine vernünftige Wahl.

Für wasserliebende Hunde ist es allerdings nicht geeignet, da Icaridin für Wasserorganismen giftig ist.

Wählt man Icaridin, erhält man eine gute Wirksamkeit, ohne große Risiken einzugehen.

Allerdings bleibt die Gefahr von Augen- und Hautreizungen.

Zur täglichen Anwendung daher nur bedingt empfehlenswert.

Denn es gibt auch Mittel, die noch ungefährlicher sind und ebenfalls als Mücken- und Zeckenschutz dienen.

Produkte mit Icaridin-Lösung

Es gibt Mücken-, Bremsen-, Floh- und Zeckensprays mit Icaridin für:

  • Menschen
  • Hunde
  • Pferde
  • und andere Haus- und Nutztiere.

In einigen Produkten ist Icaridin mit anderen Repellents gemischt, um die Wirkung zu verbessern.


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Alternativen zu Icaridin

Mögliche Alternativen zur Abwehr von Zecken und Mücken gibt es viele.

Auf pflanzlicher Basis bieten sich zum Beispiel Schwarzkümmelöl oder Kokosöl an.

Auch Geraniol kann gegen Zecken helfen. Der Wirkstoff basiert auf ätherischen Ölen.

Vielversprechend ist zudem Margosa-Gesamtextrakt aus dem Neembaum.


Alternativer Zeckenschutz: Repellents für Mensch und Tier

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Achtsamer Konsum: Bitte kaufen Sie nur Produkte, die Sie benötigen.


Aktualisiert am 11. August 2018


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Icaridin gegen Zecken, Mücken, etc. | Insektenabwehr
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