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Permethrin gegen Zecken, Milben & Flöhe | Schutz gegen Parasiten

Permethrin ist ein hochwirksames Insektengift.

Es tötet die Insekten nicht immer, sondern schreckt sie bei Berührung auch nur ab und wirkt somit auch als Repellent.

Daher wird es zum Beispiel auch für Zeckenschutzkleidung verwendet.

Pyrethrum Mutterkraut gegen Zecken Insekten
Permethrin ist die Weiterentwicklung eines natürlichen Insektizids.

Wirkstoff

Bei Permethrin handelt es sich um ein Insektizid und Akarizid.

Es wirkt somit gegen Insekten wie Flöhe, Mücken, Läuse und gegen Spinnentiere, wie zum Beispiel Zecken und Milben.

Der Stoff wurde auf Basis von Pyrethrum entwickelt.

Pyrethrum ist ein pflanzliches Mittel, das aus Chrysanthemen  gewonnen wird (Mutterkraut, Wucherblume).

Bereits seit der Antike nutzen Menschen die Blüten von speziellen Chrysanthemen, um daraus ein „Insektenpulver“ zu gewinnen.

Denn Pyrethrum ist ein hochwirksames Insektengift, das zum Beispiel in der Antike auch gegen Bettwanzen eingesetzt wurde.

Doch die Blüten sind nicht billig und daher wurden künstliche Stoffe entwickelt, die ähnliche Eigenschaften aufweisen: die Pyrethroide.

Dies sind neben Permethrin zum Beispiel auch Flumethrin oder Deltamethrin, die man ebenfalls in Anti-Zecken-Mitteln einsetzt.

Das Problem aller künstlichen Mittel auf Pyrethrum-Basis ist ihre Empfindlichkeit gegenüber Licht.

In der Sonne zersetzen sich die Stoffe und werde unwirksam.

Permethrin ist jedoch relativ lichtbeständig. Dennoch hängt die Wirkdauer stark davon ab, wie viel Licht auf den Wirkstoff fällt.

Daher reichen die Angaben zur Dauer der Wirkung von zwei Wochen bis zu vier Monaten.

Nerven geschädigt durch Permethrin
Permethrin blockiert die Funktion der Nervenzellen.

Wirkungsweise: Nervengift

Permethrin schädigt das Nervensystem von Insekten und Spinnentieren.

Der Stoff blockiert die Nervenimpulse und dadurch kommt es nach einer Lähmung – „Knock-Down-Effekt“ – zum Tod der Tiere.

Die Mittel wirken auf alle Insekten gleichermaßen und töten auch Nützlinge, wie zum Beispiel Bienen.

Allerdings wirkt das Mittel bei Kontakt zunächst vergrämend, das heißt viele Insekten schrecken zurück und sterben nicht beim ersten Kontakt.

Dadurch werden einige Nützlinge geschont und das Insektensterben nicht unnötig verstärkt.

Vorsicht: Permethrin ist auch hochgiftig für Wasserorganismen zum Beispiel für Fische, Amphibien und Reptilien.

Das Mittel darf nicht ins Wasser gelangen!

Anwendung: Abwehr von Zecken & Parasiten

  • Zeckenschutzkleidung
  • Spot-ons für Hunde
  • Anti-Zecken-Halsbänder
  • Imprägnierspray gegen Zecken für Kleidung
  • Mittel gegen Kopfläuse
  • Mittel gegen Krätze (Scabies-Milben)

Hautkontakt vermeiden und gegebenenfalls die Hände gründlich waschen.

Vor der Anwendung sollte man genau die Hinweise auf der Verpackung lesen.

Katzen nie Permethrin Todesgefahr
Katzen bringt man mit Permethrin in Lebensgefahr.

Mögliche Nebenwirkungen & Gefahren

Für Katzen ist Permethrin extrem giftig.

Jedes Jahr sterben einige Katzen an Permethrin, weil ihre Halter ihnen Mittel verabreichen, die eigentlich für Hunde gedacht sind.

Hund vertragen den Wirkstoff besser, doch auch hier kommt es manchmal zu Vergiftungen.

Bei Menschen sind akute Vergiftungen eher selten.

Allerdings ist Permethrin möglicherweise krebserregend auch für den Menschen.

Daher sollte der Kontakt möglichst gemieden werden; denn Permethrin wird auch über die Haut aufgenommen.

Bei Hautkontakt werden die Nervenenden gereizt.

Das kann sich anfühlen wie:

  • Jucken
  • Kribbeln
  • Brennen.

Die Symptome können bis zu einen Tag lang anhalten.

Kinder Permethrin Hand Giftig
Kinder reagieren empfindlicher auf Permethrin, daher unbedingt vor Kindern geschützt aufbewahren.

Hautkontakt kann in seltenen Fällen führen zu:

  • Zittern
  • Erregtheit
  • Empfindlichkeit gegenüber Reizen.

Außerdem wurde bei Tieren die Störung der männlichen Sexualhormone festgestellt.

Denn Permethrin wirkt manchmal ähnlich wie weibliche Sexualhormone.

Zu akuten Vergiftungen beim Menschen kommt es auch durch Einatmen und Verschlucken.

Dann kann es führen zu:

  • Halsschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Bauchschmerzen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Bewusstseinsstörungen
  • Krämpfen.

Selbst eine bleibende Schädigung der Nerven ist möglich.

Auch Auswirkungen auf die Schilddrüse haben sich gezeigt!

Für Tiere die Lebensmittel liefern, sind daher auch gesonderte Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.

Vor der Verwendung von Permethrin sollte man mit einer erfahrenen Tierärztin oder einem guten Tierheilpraktiker sprechen.

Vorteile dieses Mittels im Kampf gegen ZeckenVorteile

Die Wirkung von Permethrin gegen Zecken, Milben, Flöhe, Läuse und andere Parasiten ist unbestritten.

Die meisten Insekten und Spinnentiere werden beim akuten Befall abgetötet.

Es bietet sich zur Vorbeugung gegen Zecken an, weil es die Tiere vergrämt.

Sie werden nicht erst getötet, wenn sie bereits am Tier saugen – der große Nachteil von Fipronil gegen Zecken.

Daher kann ein Schutz gegen Krankheiten gewährleistet werden, die von der Zecke übertragen werden, z.B Borreliose oder FSME.

Nachteile Mittel gegen ZeckenNachteile

Das Problem bei Permethrin sind die Nebenwirkungen.

Kinder sollten mit dem Mittel nicht in Kontakt kommen.

Katzen können daran sterben.

Außerdem nimmt es Einfluss auf den Hormonhaushalt. Die männlichen Sexualhormone werden geschwächt und auch die Hormone der Schilddrüse werden beeinflusst.

Das vielleicht größte Risiko ist möglicherweise zudem die mögliche Krebsgefahr.

Daher ist es wirklich fraglich, ob man dieses Mittel gegen Zecken anwenden sollte.

Bei Hunden, die gern im Wasser spielen, besteht zusätzlich die Gefahr, dass Fische, Amphibien und Reptilien getötet werden.

Auch Regen kann in den ersten Tagen den Wirkstoff von der Haut waschen.

Ein wesentlicher Nachteil ist zudem die nur ungenau angegebene Wirkungsdauer.

Bereits nach zwei Wochen kann der Schutz dahin sein; er kann aber auch weitere Wochen anhalten.

Daher weiß man nie genau, wann die Anwendung wiederholt werden muss.

Es kann zu Überdosierung kommen.

FazitFazit

Der Einsatz von Permethrin gegen Zecken ist äußerst fraglich.

Da die Nebenwirkungen des Medikaments teilweise gravierend sind, sollte man nur im Notfall darauf zurückgreifen.

Vorher sollte man Mittel versuchen, die weniger Nebenwirkungen aufweisen.

Eine genaue Schaden/Nutzen-Analyse sollte aufgestellt werden.

Je nachdem wie hoch das Risiko ist, durch Zecken oder andere Parasiten zu erkranken, kann das Risiko von Nebenwirkungen vielleicht in Kauf genommen werden.

Auch die Anwendung für Zeckenschutzkleidung kann angebracht sein, wenn man den Hautkontakt minimiert.

Es kann eine Hilfe sein zum Beispiel für Menschen, die in Gebieten arbeiten, in denen viele gefährliche Insekten vorkommen.

Doch auch hier sollte man sich fragen, ob es nicht ungefährlichere Alternativen gibt.

Alternativen zu Permethrin gegen Zecken
Alternativen zu Permethrin gegen Zecken

Alternativen zu Permethrin

Es gibt eine ganze Reihe von Mitteln, die man alternativ verwenden kann.

Zum Beispiel kann man Geraniol gegen Zecken einsetzen – ein rein pflanzlicher Wirkstoff.

Es wirkt ebenfalls über einen längeren Zeitraum und hat so gut wie keine Nebenwirkungen.

Auch für Margosaextrakt wirkt gegen Zecken; er wird aus dem Neembaum gewonnen.

Beide Mittel können verwendet werden, um Kleidung und den Körper gegen Zecken und Mücken zu schützen.

Zudem gibt es noch Mittel, die kürzer wirken.

Dazu zählen Kokosöl, Schwarzkümmelöl oder Spezialhefen, die bei Hunden gut helfen sollen.


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Aktualisiert am 11. August 2018


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Permethrin gegen Zecken, Milben & Flöhe | Schutz gegen Parasiten
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