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Zeckenzangen

Zeckenzange: Worauf man achten sollte | Anwendung | Tipps & Tricks +++

Zeckenzangen sollen helfen, eine Zecke zu greifen und zu entfernen.

Die Zecke soll mit der Zange weder gequetscht noch zerteilt werden.

Hier erfährt man, welche Zangen sich gut eignen und welche nicht zu empfehlen sind.

Außerdem erfährt man, wie man eine Zeckenzange richtig verwendet:

Hier direkt zur Schritt-für-Schritt Anleitung springen.


Im oder gegen den Uhrzeigersinn drehen
Mit der Zeckenzange dreht man die Zecke heraus – die Drehrichtung ist egal.

Qualitätsmerkmale

Es gibt Zeckenzangen mit Lupe und Licht.

Einige Modelle sind aus Metall und andere aus Plastik.

Es gibt sie mit zusätzlichem Zeckenhaken oder auch als Schlüsselanhänger.

Zeckenzange Modelle
Am wichtigsten ist ein Blick auf die Spitze.

Spitze & Greifer

Gute Zeckenzangen und Zeckenpinzetten haben eine Spitze, bei der die Auflagefläche der Greifer klein ist und die Kanten abgerundet sind.

Ist die Auflagefläche zu groß, werden Zecken beim Entfernen unnötig gequetscht.

Sind die Kanten der Greifer zu scharf, besteht die Gefahr, dass man die Zecke zertrennt und ein Teil in der Haut stecken bleibt.

Beides möchte man vermeiden.

Denn wird die Zecken gequetscht, gibt sie zusätzliche Keime in die Wunde ab.

Wird sie abgerissen, ist es oft schwierig, den steckengebliebenen „Kopf „der Zecke vollständig zu entfernen.

Daher sollte man sich die Spitze der Zangen, vor einem Kauf genau anschauen.

Zeckenzange Erfahrung
Bei der blauen Zange ist die Auflagefläche viel zu breit. Die grüne Zeckenzange „Ultra“ hat hingegen eine feine Spitze.

Handhabung

Ein weiteres Qualitätskriterium ist die Handhabung.

Die meisten Modelle kann man mit einer Hand bedienen, sodass man mit der anderen zum Beispiel Haare Beiseite legen kann.

Einige haben einen Druckknopf am hinteren Ende andere zwei Knöpfe an der Seite.

Wenn man diese drückt, öffnet sich die Zange.

Lässt man den Knopf wieder los, schließt eine Feder im Innern die Zange wieder.

Dabei wird der Druck auf die Zecke, durch die Feder bestimmt.

Dieser Druck ist in der Regel nicht ausreichend, um die Zecke aus der Haut zu ziehen.

Zieht man mit der Zange an der Zecke, könnte sich der Zeckenkörper durch die Greifer zwängen. Das möchte man unbedingt vermeiden.

Also, mit der Zeckenzange auf keinen Fall an der Zecke ziehen!

Stattdessen dreht man die Zecke mit der Zange bis zu 3 Mal um ihre Achse, bis sie sich löst.

Die Drehrichtung ist irrelevant!


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Metall oder Kunststoff?

Hier gehen die Meinungen weit auseinander. Beide Typen haben Vor- und Nachteile.

Letztlich empfiehlt sich für die Anwendung beim Menschen eine Kunststoffzange.

Für Hunde und Katzen kann allerdings auch eine Metallzange nützlich sein.

Gegen die Plastikzange spricht, dass sie weniger lange hält als rostfreies Metall.

Außerdem lässt sich die Metallzange leichter reinigen und desinfizieren.

Doch oft sind die Greifer der Metallzangen scharfkantig und dadurch erhöht sich die Gefahr, die Zecke zu zertrennen.

Zudem kann man mit Metall die Haut leichter verletzen als mit Kunststoff.

Hinzu kommt, dass bei Metallzangen manchmal eine zu geringe oder zu hohe Federkraft bemängelt wird.

Dadurch kommt es vor, dass die Zecke beim Entfernen durch die Greifer rutscht oder zerteilt wird.

Sind die Zecken schon groß und vollgesogen, dann eignen sich auch Zangen aus Metall.

Allerdings muss man auch hier darauf achten, dass die Greiffläche nicht zu groß ist.

Möchte man kleine Zecken am Menschen entfernen (z. B. Nymphen), dann sind hochwertige Kunststoffzangen die bessere Wahl.

Damit verletzt man die Haut nicht und auch die Gefahr, eine Zecke zu zertrennen, ist geringer.

Besondere Modelle

Mit Schlüsselanhänger

Praktisch, einmal am Schlüsselbund befestigt, kann man diese Zeckenzange nicht mehr vergessen.

Außerdem hat die Zange eine feine Spitze und eignet sich daher auch für kleine Zecken.

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Mit Lupe und LED

Beim Entfernen ist gutes Licht hilfreich.

Daher ist die Idee gut, doch die Greiffläche dieser Zange ist zu groß.

Die Zecken werden zu sehr gequetscht.

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Elektrische Zeckenzange

Diese Zange enthält eine Batterie.

Sie soll die Zecke nach dem Entfernen mittels Elektroschock abtöten.

Doch wie gut das wirklich funktioniert, ist unklar.

Bisher also keine Empfehlung!

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Zeckenzange richtig verwenden

Möchte man eine Zecke entfernen, ist es wichtig, die Ruhe zu bewahren und langsam vorzugehen.

Denn ist man gestresst und agiert hastig, passiert es schneller, dass die Zecke abreißt oder zerquetscht wird.

Zieht bzw. dreht man jedoch langsam und bedacht, gelingt es in den meisten Fällen, die Zecke vollständig aus der Haut zu lösen.

Dazu gehört jedoch auch ein bisschen Erfahrung.

Zecke entfernen Ärztin
Ist man unsicher beim Entfernen, kann man um ärztliche Hilfe bitten oder 112 anrufen.

Drehen oder Ziehen?

Auf den Packungen von Zeckenzangen findet man diese Empfehlung:

„Die Zecke mit 2 bis 3 Umdrehungen langsam herausdrehen.“

Dabei entsteht jedoch eine Gefahr:

Untersuchungen haben gezeigt, dass beim Drehen in vielen Fällen (~85%) ein Teil der Zecke in der Haut zurück bleibt; meistens ein winziges Stückchen.

Beim Ziehen passierte es – bei dieser Studie –  deutlich seltener, wenngleich immer noch in rund 70% der Fälle.

Bleibt beim Ziehen ein Teil der Zecke stecken, ist der meist größer als beim Drehen.

In den meisten Fällen ist das jedoch kein Problem.

Denn die Haut stößt den Fremdkörper ab oder er eitert nach einigen Tagen heraus.

Mehr Informationen zum Thema hier:

Was tun, wenn ein Teil der Zecke stecken geblieben ist.

Wie entfernt man eine Zecke richtig: Drehen oder Ziehen?

Anleitung Schritt für Schritt

Schritt-für-Schritt Anleitung

  1. Zu Beginn die Greifer der Zeckenzange reinigen und desinfizieren (z. B. mit Alkoholtupfern).
  2. Für gute Sichtverhältnisse sorgen, eventuell mit Lampe, Lesebrille und/oder Lupe.
  3. Zecke aufrichten und Zange öffnen.
  4. Die Zecke mit der Zangenspitze möglichst nah an der Haut greifen. Den Zeckenkörper nicht quetschen. Nicht ziehen! Auf keinen Fall den Hinterleib quetschen.
  5. Nun die Zecke langsam drehen – die Richtung spielt keine Rolle. Dreht man langsam und mit Pausen, gibt man der Zecke die Chance sich zu lösen.
  6. Die Zecke löst sich – manchmal schon nach einer Vierteldrehung – spätestens nach drei Umdrehungen.
  7. Steckt die Zecke weiterhin fest, gilt es zu prüfen, ob sich die Zecke mitdreht. Gegebenenfalls muss man eine alternative Methode wählen. Hat man kein anderes Instrument zur Hand, bietet sich zum Beispiel die Knotentechnik an.
  8. Ist die Zecke entfernt, desinfiziert man die Wunde, zum Beispiel mit Alkoholtupfern. Dann schützt man sie eventuell auch noch mit einem Pflaster gegen Verunreinigung (z.B. bei Kindern).
  9. Nun kann man die Zecke entsorgen. Am besten hebt man sie in einer kleinen Dose auf, damit sie später noch vom Arzt untersucht werden kann.

Bei jedem Zeckenstich besteht die Gefahr, dass man sich mit Viren oder Bakterien infiziert.

Treten nach einer Woche kreisrunde, rote Stellen um die Stichstelle herum auf, deutet das auf eine Infektion mit Borreliose-Bakterien hin (Wanderröte). Dann bitte direkt zur Hausärztin/Hausarzt gehen.

Auch wenn man nach dem Zeckenstich Fieber oder Gliederschmerzen bekommt, sollte man bei einer Ärztin/Arzt vorsprechen.

Vorteile dieses Mittels im Kampf gegen ZeckenVorteile

Zeckenzangen eignen sich für große, vollgesogene Zecken – insbesondere auch für die Zeckenentfernung bei Hund und Katze.

Mit der Zange ist es einfacher als mit den Fingern, Zecken hautnah zu greifen und zu entfernen.

Mit bloßen Fingern ist die Gefahr größer die Zecke zu zerquetschen/zertrennen.

Mit den Zangen lassen sich die Zecken besser fassen und drehen.

Also für alle Anhänger der Drehmethode sind Zangen deutlich besser geeignet als Zeckenkarten oder Zeckenpinzetten.

Nachteile Mittel gegen ZeckenNachteile

Zeckenzangen bergen besonders bei schlechter Qualität und bei kleinen Zecken die Gefahr, sie zu zerquetschen.

Zieht man mit der Zange an der Zecke, kann es zudem passieren, dass man den Zeckenkörper einmal zwischen den Greifern hindurchquetscht.

Beim Drehen kommt es häufig vor, dass man die Zecke abdreht und dabei ein kleiner Teil der Zecke in der Haut stecken bleibt.

Mit Metallzangen läuft man zudem Gefahr, die Zecke zu zerschneiden oder die Haut zu kratzen.

Zum Entfernen von kleinen Zecken (Nymphen und Larven) sind die meisten Zangen ungeeignet.

FazitFazit

Wenn man einmal den Dreh raus hat, lassen sich mit einer Zeckenzange viele Zecken leicht und schnell entfernen.

Allerdings kann man dabei einiges falsch machen und man geht einige gesundheitliche Risiken ein.

Besonders problematisch ist, dass man die Zecken mit den Zangen quetschen kann und dann Borreliose-Bakterien in die Wunde gelangen.

Wer seine Chance erhöhen möchte, die Zecke komplett zu entfernen, entscheidet sich besser für eine Zeckenkarte oder eine Zeckenpinzette und zieht die Zecke aus der Haut.

Zeckenkopf richtig entfernen
Es gibt viele verschiedene Hilfsmittel, Instrumente und Werkzeuge zur Zeckenentfernung.

Alternativen zur Zeckenzange

Gebräuchliche Alternativen sind Zeckenkarte, -haken und -pinzette.

Normale Pinzetten sollte man allerdings nicht benutzen, da ihre Greiffläche zu groß ist und Zecken gequetscht werden.

Daher gibt es spezielle Zeckenpinzetten, die so spitz sind, dass man auch kleine Zecken damit greifen kann, ohne den Zeckenkörper zu quetschen.

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Alternativ kann man auch Zeckenkarten benutzen, mit denen man die Zecke aus der Haut hebeln/ziehen kann.

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Hier mehr Infos über die Anwendung von Zeckenkarten.

Außerdem bewährt haben sich Zeckenhaken, die an einen winzigen Kuhfuß erinnern.

Ähnlich wie bei Zeckenkarten ist die Gefahr geringer, Zecken zu quetschen.

Das Herausdrehen funktioniert mit den Haken gut.

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Eine weitere Alternative ist die Zeckenschlinge/-lasso – eine Entwicklung aus Schweden.

Die Zeckenschlinge eignet sich gut für die Zeckenentfernung bei Hunden und Katzen.


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Zeckenschutz

Möchte man Zecken von sich oder von Haustieren fernhalten, dann bieten sich viele verschiedene Hilfsmittel an.

Umstritten sind alternative Methoden wie Bierhefe oder Bernsteinketten.

Mit Gefahren verbunden sind chemische Anti-Zecken-Mittel wie DEET und Fipronil oder Icaridin.

Zeckenhilfe

Doch es gibt auch Zeckenschutz auf natürlicher Basis, der sich bewährt hat.

Dazu zählen vor allem Geraniol, Zitroneneukalyptusöl und Margosa-Gesamt-Extrakt.

Damit kann man sich ein Insektenspray selber machen, das man vor einem Spaziergang auf die Kleidung oder die Haut sprüht.

Auch Schwarzkümmelöl und Kokosöl können einen gewissen Schutz bieten.

Der große Vorteil von Schwarzkümmelöl ist, dass man es innerlich anwenden kann und das Öl in Maßen zudem zur allgemeinen Gesundheit beiträgt.

Hier erfährt man mehr über die Anwendung von Schwarzkümmel als Mittel gegen Zecken.


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Stand: 23. November 2018


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