Über Zeckenhilfe: Warum es diese Seite gibt

Ich bin auf einem kleinen Bauernhof aufgewachsen.
Schon als Kind war ich am liebsten draußen – im Wald, auf Wiesen, zwischen Bäumen und Tieren.

Dabei stellte sich früh heraus: Zecken mochten mich offenbar besonders gern.

Abends gehörte das gründliche Absuchen zum Ritual. Nicht selten hatte ich eine Zecke mitgebracht. Damals nahm ich es gelassen. Später änderte sich das.

Fuchs Wald Zecken
Borrelien sind Bakterien, die sich von Zecken auf Tiere übertragen.

Erfahrungen mit Borreliose

Im Rahmen einer Reisevorbereitung wurde bei mir ein Bluttest durchgeführt. Dabei fanden sich Borrelien-Antikörper – obwohl ich keinerlei Symptome verspürte.

Dennoch folgte eine vierwöchige Antibiotikatherapie.

Damals erschien mir das als sinnvolle Vorsichtsmaßnahme. Rückblickend frage ich mich, ob in meinem Fall ein abwartendes Beobachten ebenso verantwortungsvoll gewesen wäre.

Ich ziehe daraus keine allgemeine Schlussfolgerung.
Doch diese Erfahrung hat mich sensibel gemacht für die Frage, wann medizinische Eingriffe notwendig sind – und wann Zurückhaltung ebenfalls eine Option sein kann.

Gehrinhälften Gehirnhautentzündung FSME
Die Gefahr: FSME-Viren können die Hirnhaut entzünden.

Erfahrungen mit FSME

Während meines Studiums in Österreich wurde ich mit der FSME-Impfung konfrontiert. Ich ließ mich zunächst impfen.

Später entschied ich mich – nach einem Gespräch mit meinem Hausarzt – gegen weitere Auffrischungen. Er wies darauf hin, dass die Fallzahlen insgesamt niedrig seien und der individuelle Nutzen immer im Verhältnis zur persönlichen Lebenssituation betrachtet werden sollte.

Diese differenzierte Einschätzung hat mich überzeugt, die Entscheidung individuell abzuwägen.

Heute bin ich der Meinung, dass solche Fragen gut informiert und im Gespräch mit ärztlichem Fachpersonal entschieden werden sollten.

Zeckenhilfe möchte keine medizinische Beratung ersetzen.
Sie soll dazu ermutigen, sich informiert und verantwortungsvoll mit Risiken auseinanderzusetzen.

Schwarzkümmel Jungfer im Grünen Öl gegen Zecken
Schwarzkümmel (Jungfer im Grünen): Das Öl aus seinen Samen hilft gegen Zecken.

Klosteraufenthalt und pflanzliche Zeckenabwehr

Während meines Aufenthalts in Frankreich, wo ich in einem Klostergarten lebte und arbeitete, war ich regelmäßig Zecken ausgesetzt. Manchmal entfernte ich mehrere pro Tag.

In dieser Zeit hörte ich erstmals von Schwarzkümmelöl als möglicher Unterstützung gegen Zecken. Anlass war unter anderem ein „Jugend forscht“-Projekt eines Schülers aus Deutschland, der mit seinem Hund experimentiert hatte und dabei eine auffällige Reduktion des Zeckenbefalls beobachtete.

Solche Versuche ersetzen keine klinischen Studien, und die wissenschaftliche Datenlage zu Schwarzkümmelöl und Zecken ist bislang begrenzt. Dennoch weckte es meine Neugier.

Ich begann, täglich einen Teelöffel Schwarzkümmelöl einzunehmen.

In meinem Fall bemerkte ich nach einiger Zeit deutlich weniger Zeckenbefall. Ich testete es bewusst unter vergleichbaren Bedingungen – Spaziergänge durch hohes Gras, Aufenthalte im Wald, Pausen an Wildwechseln.

Eine hundertprozentige Sicherheit bietet auch dieses Mittel nicht. Auch ich hatte gelegentlich noch einzelne Zecken.

Dennoch war der Unterschied für mich spürbar genug, um es weiterhin zu nutzen – als ergänzende Maßnahme im Rahmen eines bewussten Zeckenschutzes.

Schwarzkümmelöl ersetzt keine medizinische Vorsorge oder empfohlene Schutzmaßnahmen, kann jedoch – nach individueller Abwägung – ein zusätzlicher Baustein sein.

Ziele Zeckenhilfe
Noch immer ranken sich viele Fragen um die richtige Zeckenabwehr für Mensch und Tier.

Erweiterung: Wespenabwehr

Mit der Zeit weitete sich mein Interesse an naturverbundenem Schutz aus.

Auch der Umgang mit Wespen wurde für mich ein Thema – besonders dort, wo Unsicherheit oder Angst den Blick bestimmen.

Durch eigene Beobachtungen und kleine Experimente habe ich mich auch mit sanften Möglichkeiten der Wespenabwehr beschäftigt.

Denn mein Anliegen bleibt dasselbe:

Risiken ernst nehmen –
ohne in dauerhafte Angst zu geraten.

Schutz finden –
ohne die Verbindung zur Natur zu verlieren.

Ziele von Zeckenhilfe

Zecken gehören zur Natur.
Doch Angst sollte nicht unser ständiger Begleiter sein.

Mit Zeckenhilfe möchte ich:

  • fundierte Informationen bereitstellen

  • natürliche und ergänzende Schutzmöglichkeiten vorstellen

  • zur eigenverantwortlichen Gesundheitsentscheidung ermutigen

  • und dazu beitragen, dass Menschen sich wieder freier in der Natur bewegen können

Mir geht es nicht darum, Risiken zu verharmlosen.
Sondern darum, einen ausgewogenen Umgang zu fördern.

Vielleicht hilft diese Seite auch Dir, einen Weg zu finden, Dich zu schützen – ohne Dich von Sorge beherrschen zu lassen.

Damit Du wieder durch den Wald gehen kannst.
Damit Du Dich in eine Wiese legen kannst.
Damit Natur nicht Angst bedeutet, sondern Lebendigkeit.

Mögest Du gesund und achtsam durch die Zeckensaison kommen.

Alexander Böckmann

Alexander Böckmann

3 Gedanken zu „Über Zeckenhilfe: Warum es diese Seite gibt“

  1. Wissen über Zecken und die Erfahrungen damit verändern mein Verhalten in der Natur massiv. Es ist sehr uncool sich nach einem Gang durch eine Wiese oder einen Wald überall absuchen zu müssen. Daher vermeide ich es ebenfalls in Kontakt mit Sträuchern und Gräsern zu kommen (und die Natur besteht zum Großteil aus Stäuchern und Gräsern..). Ich kaufe nur noch helle Kleidung, um Zecken besser erkennen zu können und habe in meinen Autos „Zeckenspray“ (Wirksamkeit?). Selbst bei meiner momentanen Suche nach einem Daunenschlafsack achte ich darauf, dass er sowohl außen und vor allem auch innen aus hellem Stoff gefertig wurde, damit ich ungebetene Gäste leicher sehen kann.

    Diese kleinen Biester beeinflussen meine Frau und mich also stark. Daher vielen Dank für Deinen Aufwand natürliche Mittel zur Zeckenabwehr zu testen. Im Internet-Sumpf der „alternativen Fakten“ wirken Deine Erfahrungen und Deine Motivation authentsisch. Weiter so!

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  2. Zum Thema Schwarzkümmelöl als Alternative.
    Leider ist das Aberglaube.

    Als sowas wie ein lebenslanger Waldläufer, habe ich viele Methoden probiert.
    Schwarzkümmelöl gehört zu den unwirksamsten Methoden.
    Kokosöl wirkt nur, bis das Textil dreckig wird oder abgestriffen wurde.
    Möchte man wirksamere Effekte erzielen, braucht man ein bisschen mehr Öl und muss das Textil mehrmals einschmieren.
    Kann mit unter auch unangenehm sein zu tragen, dafür länger, wenn man den ganzen Tag draussen ist..
    Oder man nimmt ein wenig Öl mit, dann muss man es nicht schier einweichen und kann Pestizid-frei durch die Wälder.
    Wenn man sich durch dickeren Wald bewegt, gibt es eine Pi-mal-Daumen regel.

    Je dichter der Wald, umso öfters die Kleidung überprüfen.
    Teilweise halte ich alle 5-7 Minuten und kontrolliere wieder 1-2 Minuten lange, entferne dann jeweils ~3-10, teilweise über 100 am Tag, ohne dass eine angebissen hat.
    Ausser ich kontrolliere zu lange nicht.

    Dann beissen sich die ersten meistens am Gürtelbereich und Bauchregion langsam an, sind aber noch nicht „angedockt“.

    Kann jetzt gar nicht genau einschätzen wie lange kleine oder grosse Zecken brauchen, bis sie richtig angebissen sind.. habe es noch nie getestet.
    Allerdings, wenn ich länger wie 20 Minuten nicht nachkontrolliere, sollte ich im Schritt nachsehen oder Unterhosenbereich.
    Auch wenn ich zwischen Socken und Hose keine Öffmung habe.

    Ebenfalls fiel mir die letzten Jahre auf, dass ich immer mehr Zecken, in den gleichen Wälder, Strecken und Jahreszeit, in kürzerer Zeit bekomme.

    Ich bin wöchentlich 1-2 Mal in dichtem Wald unterwegs , ganzjährig, seit <20 Jahren.

    Dachte mir, dass meine Erfahrung hilfreich sein kann.

    MfG,
    Armin

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