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Teebaumöl gegen Zecken im Test

Teebaumöl gegen Zecken: Was ist zu beachten | Anwendung, Test, Tipps & Tricks

Teebaumöl ist ein beliebtes Mittel zur Alternativen Behandlung von Hautkrankheiten und zur Desinfektion.

Captain James Cook brachte die Blätter des Teebaums 1770 aus Australien mit zurück nach Europa.

Er soll daraus auch einen Tee gekocht haben, wodurch der Baum seinen heutigen Namen erhielt.

Ob es auch gegen Zecken wirkt, habe ich mit einem Experiment versucht herauszufinden.

Da Teebaumöl schon in kleinen Dosen giftig sein kann, sollte man es nur nach Rücksprache mit einer Ärztin/einem Arzt anwenden.

Dies gilt insbesondere für Menschen, die Medikamente nehmen oder gesundheitliche Probleme haben.

Für Katzen ist Teebaumöl giftig und ungeeignet; auch die Anwendung bei Hunden birgt Gefahren.

Zecke auf Stoff
Wie wirkt Teebaumöl gegen Zecken?

Wirkungsweise & Wirkstoff

Echtes Teebaumöl entsteht durch Destillation von Pflanzenteilen des australischen Teebaums (Melaleuca Alternifolia).

Das Öl enthält über 98 verschiedene Substanzen und mit rund 40 % Anteil ist Terpinen-4-ol der Hauptwirkstoff.

Teebaumöl hat eine starke antimikrobielle Wirkung, das heißt es tötet Pilze, Viren und Bakterien ab.

Diese antiseptische Wirkung entfaltet es durch die Störung und Beschädigung der Zellwände der Mikroben.

Daher hat man es nach seiner Entdeckung 1925 auch zur Desinfektion verwendet, zum Beispiel des Mundraums.

Teebaum Plantage Australien
Teebaum-Plantage in Australien.

Des Weiteren soll Teebaumöl wirken gegen:

  • Akne & unreine Haut
  • Fußgeruch
  • Hühneraugen
  • Juckende Kopfhaut
  • Krampfadern
  • Neurodermitis
  • Schuppen
  • Zahnstein

Über diese Wirkungen hinaus soll es auch im Kampf gegen Parasiten nützlich sein.

Es soll wirken gegen:

  • Milben
  • Läuse
  • Flöhe
  • und Zecken!

Zudem wird ihm eine beruhigende Wirkung nachgesagt.

Es soll Stress, Anspannung und Unruhe lindern.

Ob Teebaumöl wirklich gegen all diese Probleme hilft, ist umstritten.

test teebaumöl
Wehrt Teebaumöl wirklich Zecken ab?

Wirkung gegen Zecken im Test

Um die Wirksamkeit von Teebaumöl gegen Zecken zu prüfen, habe ich ein Experiment durchgeführt.

Dazu habe ich rund 30 Zecken eingefangen und auf eine Untertasse gesetzt.

Diese Untertasse habe ich dann in eine Schüssel gelegt, in der ein Stück Küchenpapier lag, das mit Teebaumöl beträufelt war.

Ziel war es zu sehen, wie die Zecken darauf reagieren, wenn sie mit dem Öl in Kontakt kommen und ob sie das Papier mit dem Öl überqueren.

Das Ergebnis habe ich in einem Zeitraffervideo festgehalten:


Video: Teebaumöl gegen Zecken im Test


Im Video sieht man deutlich, dass die Zecken schon vor dem Kontakt mit dem Öl zurückweichen.

Nur eine Zecke hat sich auf das Papier mit dem Öl getraut und ist ein Stück darüber gekrochen.

Am Ende des Versuchs habe ich festgestellt, dass sie daran gestorben war.

Also das unverdünnte Öl scheint nicht nur als zeckenabweisendes Mittel (Repellent), sondern auch als Akarizid zu wirken.

Wie sich verdünntes Teebaumöl auswirkt, plane ich in weiteren Versuchen zu überprüfen.

Doch Achtung Teebaumöl hat auch unerwünschte Auswirkungen.

Tierarzt Hund
Teebaumöl kann Katzen und Hunde krank machen.

Mögliche Nebenwirkungen

Nicht nur für Parasiten und Haustiere, sondern auch für Menschen birgt Teebaumöl einige Gefahren.

Teebaumöl darf daher nie verschluckt werden; denn innerliche Anwendung kann schwere Nebenwirkungen hervorrufen.

Nach Verschlucken sofort einen Arzt aufsuchen!

Zum Beispiel sind dann Schäden an der Lunge möglich.

Mögliche Symptome nach Verschlucken sind:

  • Halluzinationen
  • Durchfall
  • Schwindel
  • Koma
Gift
Nicht nur die Dosis macht das Gift, sondern auch die Art der Anwendung.

Außerdem können allergische Reaktionen auftreten, daher sollte man vor einer Anwendung auf der Haut einen Verträglichkeitstest durchführen.

Dafür trägt man auf einer unempfindlichen Hautstelle ein bisschen des verdünnten Öls auf und beobachtet genau, was in den nächsten 30 Minuten passiert.

Bis auf wenige Ausnahmen sollte man Teebaumöl ausschließlich stark verdünnt anwenden.

Denn bei rund drei Prozent aller Menschen zeigen sich Kontaktallergien gegen Teebaumöl.

Je älter das Öl ist, desto größer ist die Gefahr, daher sollte man am besten möglichst frisches Öl verwenden.

Melaleuca alternifolia Teebaum
Aus den Blättern und Zweigen des Teebaums gewinnt man Teebaumöl.

Häufige Nebenwirkungen sind Hautreizungen und entzündliche Hautreaktionen. Wenn es häufig auf derselben Stelle angewendet wird, können zudem Ekzeme entstehen.

Falls Hautirritationen auftreten unbedingt sofort den Gebrauch einstellen und einen Arzt kontaktieren.

Das ätherische Öl reizt die Schleimhäute und darf daher nicht in die Augen gelangen.

Zudem hat Teebaumöl offenbar auch Auswirkungen auf den Hormonhaushalt im Körper.

Es gibt einen Bericht, wonach vorpubertären Jungen nach der Anwendung von Teebaumöl zusammen mit Lavendelöl weibliche Brüste gewachsen sind.

Daher sollten Jungen vor der Pubertät kein Teebaumöl benutzen.

Auch während der Schwangerschaft und Stillzeit darf man Teebaumöl nicht verwenden.

Frauen sollten es zudem nicht auf der Brust anwenden.

Auch Menschen mit linearer IgA-Dermatose dürfen Teebaumöl nicht einsetzen.


Alternativen zu Teebaumöl

Schwarzkümmelöl Palmarosaöl
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Anwendung gegen Zecken

Teebaumöl eignet sich dazu, ein Insektenspray selber zu machen, wenn man es stark verdünnt.

Niemals sollte es unverdünnt großflächig auf die Haut gelangen.

Wenn man Teebaumöl noch nie verwendet hat, sollte man vor der ersten Anwendung einen Test zur Hautverträglichkeit durchführen.

Damit kann man allergische Reaktionen verhindern.

Anti-Zeckenspray
Das Anti-Zeckenspray auf Teebaumölbasis dient auch als Universalreiniger.

Desinfektionsmittel und Anti-Zeckenspray

Hat man die Verträglichkeit festgestellt, kann man Teebaumöl benutzten, um nach einem Zeckenbiss die Bissstelle zu desinfizieren.

Dazu gibt man ein bis zwei Tropfen des Öls auf ein sauberes Tuch oder Wattepad und tupft damit die Bissstelle ab.

Zudem kann man, wenn man das Öl verdünnt, ein Anti-Zeckenspray selbst herstellen, mit dem man sich und seine Kleidung besprühen kann.

Um den Mund herum sollte man es jedoch nicht anwenden, um Verschlucken in jedem Fall zu verhindern.

Katze im Wald
Freigänger muss man eine Alternative zu Teebaumöl finden.

Anwendung bei Katzen

Für Katzen ist Teebaumöl hochgiftig!

Es darf auch nicht als Spray auf das Fell gelangen, da Teile des Öls über die Haut in den Körper eindringen kann.

Die Anwendung bei Katzen ist daher nicht möglich.

Wenn Katzen im Haushalt sind, sollte man auch Hunde damit nicht behandeln.

Sonst könnten die Katzen über Sozialputzen Bestandteile des Öls aufnehmen.

Hund im Wald
Auch für Hunde und Pferde ist Teebaumöl nicht die beste Wahl.

Anwendung bei Hunden und Pferden

Auch für die Gesundheit von Hunden und Pferden ist Teebaumöl gefährlich.

Nicht nur allergische Reaktionen sind möglich, sondern auch schwere Vergiftungen.

Auf keinen Fall darf man es unverdünnt oder innerlich einsetzen.

Das Verschlucken kann zu folgenden Symptomen führen:

  • Erbrechen
  • Speicheln
  • Muskelzittern
  • Taumeln
  • Unruhe
  • Schwäche
  • Lähmungen

Daher sollte man auch hier von der Anwendung absehen, denn normalerweise gibt es ungefährlichere Alternativen.

Ätherische Öle gegen Zecken Test
Es gibt viele ätherische Öle die gegen Zecken wirken.

Möchte man es dennoch ausprobieren, dann nur für kurze Zeit nutzen und das Spray sehr stark verdünnen.

Vor dem Gebrauch stets gut Schütteln.

Auch hier sollte man bedenken, dass hormonelle Störungen auftreten können und dass trächtige Tiere nicht mit Teebaumöl in Kontakt kommen sollten.

Vor der Anwendung sollte man daher auch eine Tierärztin um Rat bitten.

Aufbewahrung

Teebaumöl wird vor Licht geschützt und luftdicht gelagert.

Die Temperatur sollte 25° Celsius nicht überschreiten, sonst verliert es schnell an Qualität.

Vorteile dieses Mittels im Kampf gegen ZeckenVorteile

Es deutet viel darauf hin, dass Teebaumöl auch gegen Zecken wirkt.

Sollte man persönlich schon gute Erfahrungen in der Anwendung gesammelt haben, kann man es vielleicht auch gegen Zecken verwenden.

Vor allem wenn keine Kontaktallergie vorliegt, kann man mit einigen Tropfen Teebaumöl und etwas Wasser ein Anti-Zeckenspray selber machen.

Auch zur Desinfektion der Zeckenbissstelle kann es benutzen – obwohl ich Alkoholpads vorziehe.

Nachteile Mittel gegen ZeckenNachteile

Auch wenn es sich um ein natürliches Produkt handelt, sind die Nebenwirkungen vielfältig.

Der Einfluss auf das Hormonsystem des Körpers ist noch nicht geklärt, was zur Vorsicht rät.

Das Verschlucken ist für Mensch und Tier eine große Gesundheitsgefahr.

Daher muss man Teebaumöl immer geschützt und unzugänglich für Kinder und Haustiere aufbewahren.

Wenn es nicht gut aufbewahrt wird, beginnt es schnell zu oxidieren.

FazitFazit

Auch wenn Teebaumöl vielleicht gut gegen Zecken hilft, sollte man es doch nur mit großer Vorsicht gebrauchen.

Auch zur Desinfektion der Bissstelle kann ich es nicht empfehlen, weil Alkoholpads eine gute Alternative sind.

Denn auch die Anwendung als Insektenspray kann problematisch sein, wenn die Haut damit regelmäßig besprüht wird.

Vielleicht kann man es nutzen, um damit die Kleidung zu besprühen, doch auch damit läuft man Gefahr, anderen Menschen oder Tieren zu schaden.

Also meiner Meinung nach gibt es ungefährlichere Alternativen, die man zuerst ausprobieren sollte, bevor am sich entschließt Teebaumöl auf dem eigenen Körper oder auf Kindern undTieren zu versprühen.

Auch die Nutzung von Produkten, die Teebaumöl enthalten, kann man kritisch sehen.

Denn wenn wirklich eine Beeinflussung des Hormonhaushalts vorliegt, dann ist das vielleicht auch schon bei geringen Dosen möglich.

Daher an dieser Stelle keine Produktempfehlungen, sondern der Rat zu Alternativen.

Es gibt eine Reihe von natürlichen Alternativen zu Teebaumöl.

Alternativen zur Zeckenabwehr

Es gibt eine ganze Reihe von ätherischen Ölen, die ebenfalls in der Lage sind Zecken abzuschrecken.

Dazu zählen zum Beispiel Palmarosaöl und Rosengeranienöl, die den natürlichen Wirkstoff Geraniol enthalten.

Außerdem hat sich das ätherische Öl des Zitroneneukalyptus bewährt, das den Wirkstoff PMD enthält.

Schließlich empfehle ich die innere Anwendung von Schwarzkümmelöl, das auf diese Weise den Geruch des Körpers für Zecken unattraktiv macht.

Schwarzkümmelöl ist das bisher einzige Mittel, das nachweislich auch hilft, wenn es innerlich angewendet wird.

In geringen Mengen ist das nicht nur ungefährlich, sondern hat zudem viele weitere erwünschte Wirkungen.

Mehr Informationen hier: Schwarzkümmelöl richtig gegen Zecken anwenden


Alternativen zu Teebaumöl

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Stand: 01. August 2018


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Teebaumöl gegen Zecken: Was ist zu beachten | Anwendung, Test, Tipps & Tricks
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